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Alles begann im Jahr 1986 in Boleslawiec/Polen. Die Brüder Leszek und Krzysztof Rakowski gründeten, zusammen mit Piotr Jerominow und Pawel Nowak, die Band Bruno The Questionable. Der Name war dem Monty Python Film "Jabberwocky" entnommen. Vom Stil her bewegte man sich im American Hardcore - dark und heavy. Nach zwei Jahren des Bandbestehens, absolvierten sie ihre ersten Gigs auf einigen der wichtigsten polnischen Rock-Festivals und -Competitions, die sie alle für sich entschieden. Ihr erster, in Eigenregie produzierter großer Hit "Don't tell me" folgte auf dem Fuße, und wenig später schloss sich Sängerin Kasia Ziemek der Band an.
Nach der Unterzeichnung eines Labelvertrages im Jahr 1992, erschien das Album "Black Horse", das den Wendepunkt und Durchbruch darstellte. Der gleichnamige Track schoss auf Platz 1 vieler Radio- und TV-Charts. Musikalisch war die Band zu diesem Zeitpunkt dem Gothrock zuzuordnen und wurde als eine Mischung des Sisters Of Mercy Sounds mit U2 bezeichnet.
Als 1993 die legendären Love Like Blood nach Polen kamen, um ein Konzert in Warschau zu spielen, wurden Bruno The Questionable als Support gebucht. Gunnar Eysell gefiel deren Musik so gut, dass er eine Kassette von "Black Horse" mit nach Deutschland nahm, um sie einigen Kollegen im Musikgeschäft vorzuspielen. Mit seiner Hilfe bekam man schließlich einen Plattenvertrag bei einem der bekanntesten europäischen Labels, auf dessen Wunsch hin der Bandname in Fading Colours geändert wurde. Außerdem wurde "Lie" (1995) veröffentlicht. In dieser Zeit verließ Artur Przybylak die Band und Slawek Kwiatkowski wurde durch Tytus de Ville ersetzt.
1996 zog sich das nunmehrige Trio (De Coy, Leszek & Krzysztof Rakowski) erneut ins Studio zurück, um an neuem Material zu arbeiten. De Coy war hierbei inspiriert durch den Techno-Sound, der zu dieser Zeit in den meisten Diskotheken aus den Boxen dröhnte, und so wurde der Stil der Band wesentlich elektronischer, was sich in der EP "Time" widerspiegelte. Die Fans nahmen den musikalischen Wandel jedoch gelassen und hielten Fading Colours die Treue. 1998 erschien ein weiteres, diesmal in Eigenregie produziertes Album: "I'm Scared Of...", woraufhin die Band vom Musikmagazin Zillo als "Talent des Monats" ausgezeichnet wurde. Einige Jahre später veröffentlichten Fading Colours dann die Best-Of-CD "The Beginning 89-93" (2002).
Ganze fünf Jahre sollte es anschließend dauern, bis die Band - nun mit neuem Label - im Jahr 2009 ein neues Album herausbrachte. "(I had to) Come" erschien am 9. März und knüpft soundmäßig an den elektronischen Klang der 90er Jahre an. Dance- und synthie-lastig, zum Teil fast schon technoid, ist dieses Album sicher bestens für viele Elektro-Fans geeignet, wird bei den Anhängern des frühen Gothrock-Sounds der Band wohl aber auf wenig Gegenliebe stoßen.
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